Auch die Tafel freut sich über Hilfe.

Die Stadt St.Ingbert fördert die Wohlfarth-Verbände jährlich mit einem finanziellen Zuschuss . Auch die Tafel bekam eine Geldspritze.

Die Tafeln helfen im Saarland vielen bedürftigen Menschen . In der Ausgabestelle St. Ingbert, der Tafel Homburg am Mathildenstift, sind deren Ehrenamtliche seit elf Jahren im Einsatz. Und doch braucht auch die Tafel selbst hin und wieder Unterstützung . Da kommen die 1500 € Zuschuss der Stadt, die am vergangen Dienstag an die Mitarbeiter der Tafel übergeben wurden, gerade recht . Roland Best, Vorsitzender der Tafel Homburg, betonte bei dem Termin das gute Verhältnis zu den politischen Mandatsträgern der Stadt . " Jeder sagt immer, wir sollen uns melden , wenn wir Hilfe benötigen . Und wann braucht man sie am meisten?" stelle er die Frage in den Raum. " Dann, wenn es ums Geld geht", liefert er die Antwort gleich mit.
Vor zehn Jahren habe die St. Ingbert Tafel Kontakt zur Stadt aufgenommen und angefragt, ob diese ihr "finanziell unter die Arme greifen kann". Seid dieser Zeit sind die vom Sozialausschuss der Stadt überreichten 1500 € ein Finanzzuschuss, mit dem die Helfer jährlich rechnen können . Das Geld, für das wir sehr dankbar sind, erleichtert unsere Arbeit enorm . Monatlich haben wir 5000 € Kosten bei der Tafel Homburg . Ein Drittel davon entfällt allein auf St. Ingbert . Das summiert sich übers Jahr. Gerade in Corona-Zeiten sind wir über diese Spende sehr froh", so Best. Bis zu den Sommerferien gab es für kurze Zeit zwei wöchentliche Ausgabetermine. Seit kurzem ist der Mittwoch von 14 Uhr bis 15 Uhr wieder Tafel-Zeit. Rund 50 Personen kommen dann, um sich mit Lebensmitteln zu versorgen . Laut Roland Best müsste man diese Zahl noch mit 3,5 multiplizieren, um zu wissen wie viele St. Ingberter tatsächlich Bezieher dieser besonderen Form der Essenausgabe sind. Denn meist, ein eingetragenes Familienmitglied, hinter dem noch Kinder und ein Partner stehen. Dabei verweisen die Tafelmitarbeiter auf eine Besonderheit der St. Ingberter Institution. Man sei als eine der wenigen Tafeln in der komfortable Lage, noch 22 Hauslieferung anbieten zu können. Auch das koste. "Wir haben zwar keine Personalkosten, aber für alles andere benötigen wir Geld . Gerade in der jetzigen Zeit treiben wir ein riesengroßen Aufwand. Eben erst haben wir Desinfektionspender angeschafft", erläutert Best den eigenen Bedarf. Deshalb sei man sehr dankbar für die Unterstützung der Verwaltung.
Mike White von der Stabstelle Soziales und Integration wiederum spielt den Ball zurück und dankt den rund 35 ehrenamtliche Helfern: "Ihr nehmt uns für den Bereich Familie und Soziales auch einiges ab und unterstützt Leute, die Eure Hilfe brauchen. Dieses Engagement wird im Rathaus sehr wohl gesehen und geschätzt". Die Koordinatorin der Stabstelle, Christina Wieth, lernte die Arbeit der Tafel hautnah in der ersten Welle der Pandamie kennen, als sie in der Initiative "St. Ingbert hilft" aktiv war. In diesen besonderen Zeiten suchten viele Leute nicht nur handfeste Unterstützung, sondern vor allem das Gespräch . "Ihr seid auch Ansprechpartner und nicht nur eine Lebensmittelausgabe . Das ist eine Mordsaufgabe, das haben wir damals selbst gesehen", sagt sie .
So ist die Tafel also für manche Lebensmittelpunkt im doppelten Sinne, bei dem die Mitarbeiter auch beratende Funktion einnehmen. Einen kurzen Einblick, wie zeitintensiv Tafelarbeit ist, gab der Chef selbst: "Es kann schon mal sein, dass du innerhalb einer Woche drei Teams komplett austauschen musst. Da werden einmal gefasste Pläne schon mal korrigiert . Doch der Erfolg gibt uns recht". Außerdem betont Best, das es sichtbarer Erfolg der ergriffen Hygiene Maßnahmen sei , das bisher keiner der Ehrenamtlichen an Covid-19 erkrankt sei, Für White ist die Arbeit der Tafel und deren Unterstützung durch die Stadt und die Händler, bei denen Lebensmittel abgeholt werden können, ein Zeichen für eine  gut funktionierende Stadtgemeinschaft.
In diesem Zusammenhang verweist Roland Best noch einmal darauf, dass die St. Ingberter Tafel seit März mit "Food-Sharing" zusammen arbeitet, was eine Ergänzung, aber auch eine große Entlastung bedeutet. Aktuell prüfe die Tafel auch keine Bedürftigkeit, da durch Corona wieder mehr Menschen auf Hilfe angewiesen seien und man schnell und unbürokratisch helfen wolle. "Das ist auch für uns leichter. Wer in den Reihe steht, bekommt was. Wir gehen immer davon aus, dass die Leute, die da stehen, in Not sind".

Kontakt

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Inastraße 1
66424 Homburg

Tel.: 06841 - 95 98 987
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